In welchen Fällen kann mir das Kreditkartenunternehmen eine Rückerstattung verweigern?

In manchen Fällen kann das Kreditkartenunternehmen eine Rückerstattung verweigern, obwohl Sie der Abbuchung nicht zugestimmt haben. Dazu zählen betrügerische Absichten sowie grob fahrlässiges Handeln Ihrerseits.

Es gibt zwei Gründe, wieso Ihr Kreditkartenunternehmen eine Rückerstattung verweigern kann:

  • Sie haben die nicht autorisierte Zahlung in betrügerischer Weise ermöglicht.
  • Die Zahlung kam durch eine schwere Verletzung Ihrer Sorgfaltspflichten zustande (beispielsweise bei einer nicht nachvollziehbaren Weitergabe des PINs oder des TANs). Bei einer leicht fahrlässigen Sorgfaltspflichtverletzung darf Ihnen das Kreditkartenunternehmen einen Schaden von maximal EUR 50,- auferlegen.

Ernst lernt auf einer Erotikplattform Ursula kennen. Sie unterhalten sich in einem Video-Chat miteinander. Um Ursula zu beeindrucken, hält Ernst seine goldene Kreditkarte in die Webcam. Im Lauf des Chats teilt Ursula Ernst mit, dass er Codes auf seinem Smartphone erhalten wird. Wenn er ihr diese Codes mitteilt, kann Ursula weitere Funktionen des Video-Chats freischalten. Ernst erhält Codes auf seinem Smartphone, die er sich nicht näher ansieht, sondern einfach an Ursula weitergibt. Ein Komplize von Ursula nützt Ernsts Kreditkartendaten und die weitergegebenen Codes, um missbräuchliche Zahlungen von Ernsts Kreditkarte auszulösen. In diesem Fall ist Ernst eine schwere Verletzung seiner Sorgfaltspflichten vorzuwerfen. Ernst muss den entstandenen Schaden selbst tragen.

Doch auch davon gibt es Ausnahmen: Das Kreditkartenunternehmen muss Ihnen den gesamten Betrag zurückerstatten, wenn Sie mit einem „unterschriftlosen Verfahren“ (keine „starke Kundenauthentifizierung“) bezahlt haben – auch wenn Sie grob fahrlässig gehandelt haben.

Martin gibt seine Kreditkartendaten auf einer unsicheren Website ein. Kriminelle fangen auf dieser Website die Daten ab und tätigen damit online Bestellungen.  Dafür müssen sie lediglich die Kreditkartendaten eingeben, da das Kreditkartenunternehmen keine „starke Kundenauthentifizierung“ fordert. Martin bekommt die abgebuchten Beträge zurückgebucht, selbst wenn er die Kreditkartendaten leichtfertig auf der unsicheren Website eingegeben hat.

Auch wiederkehrende Kreditkartenzahlungen müssen durch eine starke Kundenauthentifizierung autorisiert werden. Die starke Kundenauthentifizierung gilt auch bei wiederkehrenden Zahlungen nur für die erste Abbuchung. Sofern darauffolgende Abbuchungen unautorisiert vorgenommen werden, müssen diese Abbuchungen jedenfalls zurückerstattet werden – unabhängig davon, ob Sie Sorgfaltspflichten verletzt haben oder nicht.

Wie kann ich weitere missbräuchliche Abbuchungen von meiner Kreditkarte stoppen?

Um weitere missbräuchliche Abbuchungen zu verhindern, sollten Sie Ihre Kreditkarte sperren lassen.

Wie bezahle ich mit der Zahlungsart „Klarna“?

Bei der Zahlungsart „Klarna“ handelt es sich um einen Kauf auf Rechnung. Normalerweise müssen Sie daher bestellte Waren oder Dienstleistungen erst bezahlen...

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An wen muss ich mich wenden, wenn ich vom Vertrag zurücktreten will?

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An wen muss ich mich wenden, wenn die erhaltene Ware mangelhaft ist?

Auch wenn Sie mit „Klarna“ oder „Klarna – Kauf auf Rechnung“ zahlen, bleibt das Unternehmen, bei dem Sie eingekauft haben, Ihr Vertragspartner. „Klarna“...

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