Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Zahlungsart achten?

Jede Zahlungsart hat ihre Vor- und Nachteile. Unterschiede zeigen sich insbesondere, wenn es darum geht, ob Sie bereits abgebuchte Beträge wieder zurückfordern können, wie einfach oder kompliziert sich das Zahlen gestaltet, aber auch wie sicher es ist.

  • Möglichkeit einer Rückbuchung
    Wichtig ist die Frage, ob Sie einen überwiesenen oder abgebuchten Betrag im Streitfall zurückfordern können. Uneingeschränkt ist dies nur bei der SEPA-Lastschrift (innerhalb von acht Wochen) möglich. Bei Kreditkartenzahlungen ist eine Rückbuchung nur eingeschränkt durchführbar. Überweisungen können nur mit Zustimmung des Zahlungsempfängers oder der Zahlungsempfängerin rückgängig gemacht werden.
  • Einfachheit des Zahlungsvorgangs
    Bei einer Überweisung müssen Sie den Namen des Empfängers oder der Empfängerin, einen 16- bis 31-stelligen IBAN (je nach Land) sowie einen Verwendungszweck in Ihr Online-Banking eingeben. Andere Zahlungsarten laufen einfacher ab. Manchmal reicht auch nur ein Fingerabdruck auf dem Smartphone, um eine Zahlung freizugeben. Je einfacher der Zahlungsvorgang ist, desto eher steigt aber auch das Risiko von Missbrauch und unüberlegten Entscheidungen.
  • Gebühren bei der Verwendung einer Zahlungsart
    Für eine Kreditkarte oder die Führung eines Bankkontos müssen Sie normalerweise Gebühren (zum Beispiel Jahresgebühr für die Kreditkarte, Kontoführungsentgelt) an die Bank bezahlen. Außerdem sollten Sie Gebühren berücksichtigen, die das Unternehmen an den Zahlungsdienstleister (zum Beispiel „PayPal“, „Klarna“) zahlen muss. Denn: Diese Gebühren („Merchant fees“, „Disagio“) können sich in höheren Preisen bei den Produkten oder Dienstleistungen widerspiegeln. Ein Unternehmen darf allerdings keine Gebühr für die Nutzung eines bestimmten Zahlungsinstruments beim Einkauf einfordern. Es darf allerdings eine bestimmte Zahlungsart erst ab einer gewissen Höhe des Betrags anbieten.
  • Weiterverwendung der beim Zahlungsvorgang anfallenden Daten für andere Zwecke
    Bei bestimmten Zahlungsarten (zum Beispiel bei „PayPal“) werden Ihre eingegebenen Daten über den konkreten Einkauf hinaus verarbeitet und verwertet (zum Beispiel für Werbung). Es kann sein, dass diese Daten genauer ausgewertet und langfristig für die Personalisierung von Preisen genutzt werden. Damit kann es passieren, dass Ihnen Preise angezeigt werden, die auf Ihr bisheriges Einkaufsverhalten abgestimmt sind.

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Kann ich eine Überweisung von meiner Bank wieder zurückholen lassen?

Nein. Sobald Sie einen Betrag überwiesen haben, können Sie diesen nur zurückholen, wenn die Zahlungsempfängerin oder der Zahlungsempfänger zustimmt – und a...

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