Darf der Onlineshop meine Bestellung stornieren?

Ein Onlineshop ist an einen einmal geschlossenen Kaufvertrag gebunden. Nur in Ausnahmefällen kann er sich im Nachhinein vom Vertrag lösen.

Wenn ein Onlineshop Ihre Bestellung angenommen hat (siehe „Kommt mein Kaufvertrag mit der Bestellbestätigung zustande?“), ist er an den Kaufvertrag gebunden. Nur weil der Onlineshop im Nachhinein feststellt, dass es die Ware nicht mehr lagernd hat, einen falschen Aktionspreis angegeben hat oder aus einem anderen Grund nicht mehr an den Vertrag gebunden sein möchte, kann es den Vertrag nicht einfach auflösen. Es gilt der Grundsatz „pacta sunt servanda“, wonach Verträge für beide Seiten bindend sind. Das gesetzliche Rücktrittsrecht gilt für Unternehmen nicht.

Nur in Ausnahmefällen kann sich ein Onlineshop im Nachhinein von einem Vertrag lösen. Dafür muss ein wesentlicher Irrtum des Onlineshops beim Vertragsabschluss vorgelegen sein. Außerdem muss einer der folgenden drei Voraussetzungen vorliegen:

  1. Sie haben den Irrtum des Onlineshops veranlasst.
  2. Sie hätten den Irrtum des Onlineshops erkennen können,
  3. Der Onlineshop hat Sie rechtzeitig über den Irrtum aufgeklärt, d.h. Sie haben kein anderes günstiges Angebot versäumt oder Sie haben noch nicht im Vertrauen auf den Vertrag andere Investitionen vorgenommen.

Die Dinos GmbH betreibt einen Webshop für Sportartikel. Der Sommerpraktikant David hat die Aufgabe die neuen E-Bikes im Webshop online zu stellen. Bei einem besonders teuren E-Bike (Kaufpreis: EUR 3.000,-) vertippt er sich und stellt es mit einem Kaufpreis von EUR 30,- in den Webshop. Susanne bestellt das E-Bike und erhält eine automatisierte Vertragsbestätigung. Erst kurz vorm Abschicken bemerkt der Geschäftsführer den Fehler und teilt Susanne mit, dass der Vertrag storniert wird. Susanne beharrt jedoch darauf, das E-Bike um 30 € zu bekommen. Der Geschäftsführer kann den Vertrag aber rückgängig machen, da es sich um einen Irrtum gehandelt hat, der Susanne hätte auffallen müssen. Susanne bekommt das E-Bike nicht um EUR 30,-.

Wird Sie oder der Onlineshop durch Zwang oder List zum Vertragsabschluss gedrängt worden ist, können sich beide Seiten vom Vertrag lösen. Außerdem können Sie einen Vertrag und eine Bestellung im Rahmen Ihres gesetzlichen Rücktrittsrechts widerrufen (siehe FAQ Rücktrittsrecht).

Was ist die „Button-Lösung“?

Nach der „Button-Lösung“ muss der Button, mit dem Sie online eine kostenpflichtige Bestellung aufgeben, mit den Worten „Zahlungspflichtig bestellen“, „Kauf...

Darf der Post-Dienstleister mein Paket auch beim Nachbarn abgeben?

Ja, das ist grundsätzlich zulässig, sofern Sie eine solche Art der Zustellung nicht im Vorhinein untersagt haben.

Darf der Post-Dienstleister mein Paket einfach vor die Tür legen?

Dies ist nur dann erlaubt, wenn Sie dem Paket-Dienst eine Abstellgenehmigung erteilt haben.

Mein Paket ist nicht aufzufinden. An wen soll ich mich wenden?

Der Onlineshop ist dafür verantwortlich, dass die bestellte Ware zu Ihnen kommt. Wenden Sie sich bei Problemen daher an den Onlineshop.

Wie lange muss ich auf eine Lieferung warten?

Wenn nichts anderes vereinbart wurde, muss Ihnen das Unternehmen die Ware spätestens innerhalb von 30 Tagen nach dem Vertragsabschluss liefern. Wenn der On...

Weitere Fragen und Antworten?

Sie suchen weitere Fragen und Antworten (FAQs) zum Thema "Probleme beim Warenkauf"? Sie haben eine andere Frage?

Zu allen FAQs Frage stellen