Kommt mein Kaufvertrag mit der Bestellbestätigung zustande?

Nein. Mit der Bestellbestätigung wird Ihnen nur bestätigt, dass der Webshop Ihre Bestellung empfangen hat. Der Onlineshop kann Ihre Bestellung annehmen oder ablehnen. Wie ein Vertrag zustande kommen soll, steht meist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Onlineshops.

Grundsätzlich gilt: Ein Vertrag kommt immer durch Angebot und Annahme zustande. Wenn ein Onlineshop auf seiner Website Waren anbietet, handelt es sich dabei zunächst nur um eine Einladung eine Bestellung aufzugeben (ähnlich einem Schaufenster beim Ladengeschäft). Erst wenn Sie eine Bestellung bei einem Online-Shop abgeben, stellt dies ein Angebot dar, das vom Onlineshop erst angenommen werden muss. Erst mit der Annahme des Onlineshops kommt ein gültiger Vertrag zustande kommt.

Die Annahme kann in einer Vertragsbestätigung oder in einer anderen Erklärung oder Handlung erfolgen. Eine bloße Bestellbestätigung (Empfangsbestätigung) stellt noch keine Annahmeerklärung dar. Viele Onlineshops halten in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) fest, dass die Bestellung erst durch das tatsächliche Versenden der Ware angenommen wird. Dies ist zulässig. In diesem Fall kommt der Vertrag erst mit der Versendung der Ware zustande. Davor kann der Onlineshop eine Bestellung auch ohne Grund ablehnen beziehungsweise stornieren.

Ob die Abbuchung des Kaufpreises von der Kreditkarte oder einem anderen Konto eine Annahmeerklärung darstellt, ist umstritten. Wenn der Onlineshop in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nicht zu den Modalitäten des Vertragsabschlusses festhält, kann die Abbuchung des Kaufpreises durchaus als eine Annahmeerklärung interpretiert werden. Alternativ steht Onlineshops nämlich auch die Möglichkeit offen, den Kaufpreis auf einer Kreditkarte bloß zu reservieren.

Tipp: Lesen Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nach, wie ein Vertrag zustande kommen soll. 

Wenn das Unternehmen zum Zeitpunkt Ihrer Bestellung einen falschen Preis für die Ware angezeigt hat (Preisfehler) oder die Ware gar nicht verfügbar ist, kann der Onlineshop Ihre Bestellung stornieren bzw. die Bestellung einfach nicht annehmen. Mit Ihrer Bestellung zum falschen Preis oder Ihrer Bestellung einer nicht verfügbaren Ware ist nämlich noch kein Kaufvertrag zustande gekommen. Erst wenn der Onlineshop Ihre Bestellung angenommen hat, kann eine Bestellung nicht mehr einfach storniert werden. Dann muss der Onlineshop die Ware zum falschen Preis verkaufen bzw. sich die nicht verfügbare Ware von woanders besorgen. Ansonsten haben Sie einen Schadenersatzanspruch.

Darf der Onlineshop meine Bestellung stornieren?

Ein Onlineshop ist an einen einmal geschlossenen Kaufvertrag gebunden. Nur in Ausnahmefällen kann er sich im Nachhinein vom Vertrag lösen.

Was ist die „Button-Lösung“?

Nach der „Button-Lösung“ muss der Button, mit dem Sie online eine kostenpflichtige Bestellung aufgeben, mit den Worten „Zahlungspflichtig bestellen“, „Kauf...

Darf der Post-Dienstleister mein Paket auch beim Nachbarn abgeben?

Ja, das ist grundsätzlich zulässig, sofern Sie eine solche Art der Zustellung nicht im Vorhinein untersagt haben.

Darf der Post-Dienstleister mein Paket einfach vor die Tür legen?

Dies ist nur dann erlaubt, wenn Sie dem Paket-Dienst eine Abstellgenehmigung erteilt haben.

Mein Paket ist nicht aufzufinden. An wen soll ich mich wenden?

Der Onlineshop ist dafür verantwortlich, dass die bestellte Ware zu Ihnen kommt. Wenden Sie sich bei Problemen daher an den Onlineshop.

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