Um „PayPal“ nutzen zu können, müssen Sie mit Ihrer E-Mail-Adresse ein virtuelles PayPal-Konto registrieren. Dort haben Sie die Möglichkeit eine Zahlungsquelle (Bankkonto oder Kreditkarte) zu hinterlegen oder Geld auf ihr PayPal-Konto zu überweisen. Das Guthaben auf diesem virtuellen Konto stellt „e-Geld“ dar. Mit dem Guthaben auf Ihrem Konto können Sie Zahlungen an jene Unternehmen vornehmen, die „PayPal“ als Zahlungsmittel akzeptieren.
PayPal ist ein sogenannter "Staged Wallet Provider" (auch: "Staged Digital Wallet Operator", kurz SDWO), d.h. ein Anbieter von digitalen Geldbörsen, der Zahlungen in mehreren Phasen („Stages“) abwickelt. Im Gegensatz zu sogenannten "Pass-Through-Wallets" (wie Apple Pay oder Google Pay), bei denen die Zahlung direkt über ein hinterlegtes Zahlungsmittel erfolgt, funktioniert ein Staged Wallet in zwei getrennten Schritten:
Wenn Sie bei „PayPal“ Ihre Kreditkarte als Zahlungsquelle hinterlegen, erteilen sie „PayPal“ damit eine dauerhafte Ermächtigung Ihre Kreditkarte zu belasten. Wenn Sie ein Bankkonto als Zahlungsquelle hinterlegen, erteilen sie „PayPal“ damit ein SEPA-Lastschriftmandat. „PayPal“ darf dann Beträge von Ihrer Kreditkarte oder Ihrem Bankkonto abbuchen, die Sie über „PayPal“ zur Zahlung freigegeben haben. „PayPal“ kommt dadurch als zusätzlicher Zahlungsdienstleister hinzu, der die Zahlung an das Unternehmen vornimmt und das Geld über Ihr Bankkonto oder Ihre Kreditkarte an Sie weiterverrechnet.
Wenn Sie eine Zahlung über PayPal leisten, müssen Sie Ihre Identität wie bei jedem anderen Zahlungsdienstleister mit einer starken Kundenauthentifizierung ("2-Faktor-Authentifizierung") nachweisen. Sie müssen sich also etwa mit Ihrem Passwort und einem Push-TAN oder Ihrem Fingerabdruck authentifizieren, damit Sie eine Zahlung über PayPal freigeben können.
Da Sie mit Ihrem PayPal-Guthaben bezahlen, werden Ihre Zahlungsinformationen (d. h. die Kreditkartendaten oder Ihr IBAN) nicht direkt an Händler oder Netzwerke weitergegeben. Dies mag ein datenschutzrechtlicher Vorteil sein, weil Ihre Kreditkartendaten nicht auf unsicheren Seiten kompromittiert werden können.
Der Umstand, dass Sie mit PayPal nur dann bezahlen können, wenn Sie vorab Geld als PayPal-Guthaben aufgeladen haben oder Ihre Kreditkarte oder Ihr Bankkonto als Zahlungsquelle hinterlegt haben, bedeutet, dass PayPal vorübergehend Ihr Geld als Treuhänder hält (Zwischenspeicherung von Geld). Da PayPal mit Kundengeldern arbeitet, unterliegt PayPal daher strengeren aufsichtsrechtlichen Anforderungen (z. B. Lizenzpflicht als E-Geld-Institut).
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Letzte Änderung: 12.11.2025