Das gelieferte Produkt hat einen Mangel. Was tun?

Wenn Sie eine mangelhafte Ware erhalten haben, handelt es sich um einen Gewährleistungsfall. Sie können in einem ersten Schritt eine Reparatur oder Austausch und in einem zweiten Schritt die Aufhebung des Vertrags oder eine Preisminderung verlangen. 

Wenn Ihre Ware nach einiger Zeit kaputt wird oder nicht mehr funktioniert, könnte es sich um eine „mangelhafte“ Sache im rechtlichen Sinn handeln. Wie ein Produkt funktionieren soll, hängt davon ab, worüber der Kaufvertrag genau geschlossen wurde. Der Inhalt des Kaufvertrags bestimmt sich beispielsweise aus der Produktbeschreibung und Produktfotos im Zeitpunkt der Bestellung. Wenn die gelieferte Ware diesen Anforderungen nicht entspricht, liegt ein Mangel vor. Für einen solchen Mangel muss der Onlineshop als Verkäufer einstehen. Den Onlineshop muss dafür kein Verschulden treffen. Es muss also auch für den Mangel einstehen, wenn er gar nichts davon wusste oder die Ware einfach weiterverkauft hat.

Susi hat eine Rasenmäher bestellt. Nach wenigen Wochen macht der Rasenmäher komische Geräusche und gibt darauf endgültig den Geist auf. Susi hat einen mangelhaften Rasenmäher erhalten und kann Gewährleistungsrechte geltend machen.

Aufgrund eines Mangels können Sie Gewährleistungsansprüche geltend machen. Sie können in einem ersten Schritt eine Reparatur der Ware (soweit möglich) oder einen Austausch der Ware verlangen. Wenn das Unternehmen Ihrem Wunsch nach einer Reparatur oder einem Austausch nicht nachkommt, können Sie in einem zweiten Schritt die Aufhebung des Kaufvertrags oder eine Preisminderung verlangen. Bei einer Vertragsaufhebung müssen Sie die Ware zurückschicken und der Onlineshop muss Ihnen den Kaufpreis zurückerstatten.  Bei einem bloß geringfügigen Mangel haben Sie nur einen Anspruch auf Preisminderung.

Sie können Ihre Gewährleistungsansprüche grundsätzlich innerhalb eines Zeitraums von 2 Jahren ab Lieferung geltend machen. Sie müssen allerdings beweisen, dass die Ware bereits im Zeitpunkt der Lieferung mangelhaft war. Der Mangel musste also im Zeitpunkt der Lieferung bereits angelegt sein und darf nicht später von Ihnen selbst herbeigeführt worden sein. Wenn ein Mangel schon in den ersten sechs Monaten nach der Lieferung erkennbar wird, wird vermutet, dass der Mangel bereits im Zeitpunkt der Lieferung vorhanden war. Diese Vermutung tritt jedoch nicht ein, wenn sie mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar ist.

Achtung: Da die Beweislastumkehr nur für in den ersten 6 Monaten auftretende Mängel gilt, ist es in der Praxis schwierig, Gewährleistungsansprüche für später auftretende Mängel (insbesondere von elektronischen Geräten) durchzusetzen.  Sie sind dann oft auf die Kulanz und den Kundenservice des Onlineshops angewiesen.

Die Ware ist mangelhaft. Kann ich mein Geld zurückverlangen?

Sie müssen dem Online-Shop zuerst die Möglichkeit geben, die Warte zu reparieren oder auszutauschen.

Wer muss die Kosten für eine Reparatur oder einen Austausch bezahlen?

Der Onlineshop muss die die notwendigen Kosten für eine Reparatur oder einen Austausch einer Ware tragen.

Was ist der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung?

Eine Garantie ist ein freiwilliges Versprechen des Onlineshops oder des Herstellers, innerhalb einer Garantiefrist gewisse Mängel zu beheben. Im Gegenteil ...

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Das gesetzliche Rücktrittsrecht gibt Ihnen die Möglichkeit, einen online abgeschlossenen Vertrag ohne Grund zu widerrufen. Ihre Gewährleistungsrechte gelte...

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Wenn Sie etwas bei einem ausländischen Onlineshop bestellen, sollte Sie nicht nur auf den Preis achten. Sehen Sie sich den Onlineshop etwas genauer an und ...

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