Wenn Sie den Kaufpreis bereits bezahlt haben, können Sie ihn vom Onlineshop zurückverlangen. Wenn der Onlineshop Ihnen den Kaufpreis nicht zurückerstattet, können Sie eine Beschwerde bei der Internet Ombudsstelle eingeben oder - wenn von vornherein keine Lösung zu erwarten ist - eine gerichtliche Klage gegen den Onlineshop einreichen. Wenn der Onlineshop allerdings ein Fake-Shop ist oder seinen Sitz außerhalb der EU hat, ist eine gerichtliche Klage nicht sinnvoll. Denn die Rechtsdurchsetzung gegenüber Betrügern oder Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU ist praktisch kaum möglich. In diesem Fall müssten Sie Gerichtskosten vorschießen, die Ihnen letztlich - mangels Durchsetzungsmöglichkeit - nicht ersetzt würden.
Wenn Sie den Kaufpreis mit Kreditkarte oder über einen Zahlungsdienstleister (z.B. PayPal oder Klarna) bezahlt haben, können Sie sich auch an das Kreditkartenunternehmen oder den Zahlungsdienstleister wenden und eine Rückbuchung des Kaufpreises verlangen. Bei der Kreditkarte nennt man eine solche Rückbuchung „Chargeback“. Sie müssen dazu meist ein Reklamationsformular ausfüllen bzw. Unterlagen beilegen und nachweisen, dass Sie den Online-Shop bereits kontaktiert haben. Bei PayPal nennt sich die Rückbuchungsmöglichkeit "Käuferschutz“, bei Klarna können Sie sich auf die "Käuferschutzrichtlinie" berufen. Das Kreditkartenunternehmen bzw. der Zahlungsdienstleister wird den Onlineshop kontaktieren. Wenn der Onlineshop keinen Nachweis über den Versand der Bestellung erbringt, wird Ihr Zahlungsdienstleister eine Rückerstattung des Kaufpreises an Sie vornehmen.
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Letzte Änderung: 03.03.2025